Buga kann kommen!

Frau Prof. Dr. Mutter Friederike V. :

Die Bundesgartenschau kann kommen!

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Seit vielen Monaten wird in Gelsenkirchen eifrig gegraben und gepflanzt.

Die nächstes Jahr, für die Emscher-Lippe Metropole, geplante Bundesgartenausstellung ließ auch Friederike Vogt nicht ruhen.

"Ich will ebenfalls meinen Beitrag zur Verschönerung unserer Stadt leisten", erklärt, in ihrer bekannt bescheidenen Art, die Prinzipalin des Vogt Clans.

"Fauna und Flora galt schon immer mein besonderes Interesse. Nicht zuletzt deshalb, weil ich als Kind auf unserem Familiengutshof, der nach dem Krieg leider annektiert wurde, aufgewachsen bin", erzählt nicht ohne Wehmut die mehrfache Großmutter.

"Die Idee, unseren Kleingarten in die Gartenschau einzubeziehen, lag ja auch wirklich nahe!"

So war schon in einem relativ frühen Stadium der Planung, trotz anfänglicher zäher Verhandlungen klar: Der Vogt"sche Schrebergarten wird wesentlicher Bestandteil der, von der breiten Bevölkerung wie von Experten geschätzten, Landschafts- und Pflanzenschau sein.

"Meine Argumente zogen eben einfach", erklärt die resolute Feldmarkerin die zügige Einigung.

Lage und Beschaffenheit des Anwesens bieten geradezu ideale Voraussetzungen. Infrastrukturvorteile wie Anbindung an den Revierpark und die Straßenbahn sprechen ebenfalls für den Standort.

Eingebunden in die Gesamtkonzeption stellt "Friederikes Garten" einen besonderen, um nicht zu sagen eigenwilligen, Teil der Ausstellung dar.

Die Zuchtergebnisse von Ehemann Klaus können sich sehen lassen! Seine Pfefferminze und sein Spargel sind besonders begehrt. Ein delikates Problem schien zunächst die gelegentliche, leichte Geruchsbelästigung durch den nahe gelegenen Schwarzbach zu werden, die man anfangs durch Denaturierung des Bachlaufes und Sauerstoffzufuhr unterbinden wollte.
Da hatte Dipl. Fäkal. Luschen den genialen Einfall, die Schwefelgase als besondere "Sinnes-Attraktion" gerade hervorzuheben.
So wird es für Extremduftliebhaber spezielle "Dufttage" geben.

"Ich hab" mir schon ne Dauerkarte besorgt!", freut sich Herr Luschen.

"Gefiel Ihnen die Aufführung?

"Nicht wirklich.

"Haben Sie schonmal im Dunkeln geküsst?

"Nicht wirklich

Sind Sie blöde?

"Nicht wirklich.

Auch schon aufgefallen? Wo kommt der inflationäre Gebrauch der Floskel "Nicht wirklich her?

Im alltäglichem Sprachgebrauch und vor allem in den Medien taucht in der letzten Zeit bei Fragen, die verneint werden, nicht mehr die klare Antwort "Nein auf, sondern ein gekünsteltes "Nicht wirklich .

Woher kommt diese Redewendung? Ist ihr Ursprung ein Zitat?

Oder rührt der zunehmende Gebrauch dieser Formulierung von einer Eindeutschung aus dem Englischen her (not really)?

In Langenscheidts Millenium-Wörterbuch Englisch (2000) wird not really mit eigentlich nicht aufgeführt, und bei Longmans Dictionary of Contemporary English (Harlow 2003) heißt es: used to say no or not in a less strong way: Do you want to come along? Not really.

Oder ist es einfach eine Modephrase, die als Antwort immer paßt.

Keine eindeutige Meinung haben, liegt im Trend. Da paßt das geflügelte Wort, wie der Spatz aufs Dach.

Merkt denn eigentlich keiner wie dumm das ist, oh wie demutsdämlich dumm.

Statt das eigene Urteil mit eher nicht , nicht so sehr , eigentlich nicht zu umschreiben, kommt so eine luschige Antwort zum Einsatz wie "Nicht wirklich

Wie steht"s mit Ihnen?

Können Sie sich eine eigene Meinung leisten?

Nicht wirklich!?