Realsatire

Exkabarettist Heinz N.: Mein Leben ist Realsatire!

Der über Hückeswagen hinaus bekannte ehemalige Nachtclubentertainer Heinz N. war es leid realitätsferne, absurde Typen und Situationen darzustellen. "ich wollte mal sehen, wie das Leben wirklich ist, mal über den akademischen Tellerrand hinausblicken. Einfaches Leben mit einfachen Menschen teilen".

Sprach"s, packt seinen Kran und zog samt seiner Lebensbegleiterin um. Das war nicht der erste Umzug in seinem Leben, aber vielleicht der letzte? Denn Wohnungswechsel geriet zur Farce.

Die Wohnung war bereits bezugsfertig, da spürte Heinz N. kurzschlüssig ein "nicht mehr ganz den Sicherheitsnormen entsprechendes Stromnetz" auf. Das war der Auftakt zu einer ganzen Reihe sich steigender Alltagskatastrophen, in deren Verlauf die Wohnung komplett renoviert werden musste. Ein Ende der Tragikkomödie ist noch nicht abzusehen.

"Ich glaub" ich bin im Film!", äußert Lebensgefährtin Heike, die zum x-ten Mal die Tapete abkratzt. Und tatsächlich die Story scheint Drehbuchreif, auch wenn sie stellenweise etwas übertrieben wirkt. Diese "wahre Begebenheit" ist weit dramatischer und wesentlich komischer als der Großteil der meist erfunden und nu mäßig unterhaltsamen Satiren über Lebenswidrigkeiten, Handwerker und andere Feinde der Menschheit. Filmfirmen sollen bereits Interesse an der Wohnung als Nachkriegskulisse gezeigt haben.

"Seit kurzem besitze ich einen eigenen Klotopf!", berichtet Heinz N. stolz." Ich wusste gar nicht wie schön sch sein kann." Dann schlüpft Heinz wieder schnell unter seine Decke. "Mit etwas Glück bekommen wir noch vor dem Winter eine Heizung." Bei diesen Worten bekommen Heinz" Augen etwas Leuchtendes. Befragt, ob er vorhat seine Erfahrungen künstlerisch zu verarbeiten, gibt der gebürtige Zahntechniker lapidar zur Antwort. "Das glaubt mir ja sowieso keiner!"

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Ein Platz an der Heizung

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