Rentner im Verkehr

Rentner fährt Luxuslimousine zu Schrott!

Verkehrsministerium erwägt Maßnahmen gegen Führerscheingreise

"Hätt" ich doch nur meinen Bus behalten!", stöhnt Helmut V. "dann wäre mir so was nicht passiert. Ich war ja eigentlich immer gegen ein neues Auto, aber das Weib ließ und ließ ja nicht locker! Als Chauffeur sollte ich Sie nach Dienstende die Luxuskarosse besteigen lassen, nur um Ihre Kolleginnen neidisch zu machen".

Doch alles Lamentieren nützt nicht. Was einmal kaputt ist, bleibt erstmal kaputt.

"Das konnte ja nicht lange halten. Das musste einfach so kommen. Das war schon früher immer so mit ihm!", kommentieren die Söhne des ehemals stolzen Wagenbesitzers. "Schon an Weihnachten war bei Helmut immer kurz nach der Bescherung das Geschenk entzwei!

Nur wenige Wochen hat das fabrikneue Fahrzeug gehalten, da ist es auch schon vorbei mit der Pracht. Dabei galt der Luxusschlitten als besonders robust. "Ein Modell mit diesen Materialqualitätsstandards hat bei uns noch niemand geschafft!", so ein Sprecher der Herstellerfirma.

Nach einer sehr kurzen Fahrtzeit wollte Helmut V. den neuen Flitzer auch einmal austesten. Das tat er dann ja auch, - einmal!

"Ich wollte dem Schlitten mal so richtig die Brust geben!", berichtet Helmut V., immer noch mit einem verwegenen Stolz um die Lippen. "Zunächst ging es ja auch ganz gut. Bis zum Stadtgarten hatte ich nur eine Rotlichtphase, die ich wenn auch nur tendenziell wahrgenommen habe. Die daraus entstandene unklare Vorfahrtsregelung habe ich kurzerhand für mich entschieden, was nur geringe Irritationen zur Folge hatte. Doch am Machensplatz ist mit der Wagen dann irgendwie außer Kontrolle geraten! Dabei hatte ich nur mal kurz in der Bedienungsanleitung geblättert. Wirklich nur geblättert, denn ich konnte meine Brille ja nicht finden. In diesem Augenblick betraten plötzlich diese beiden völlig unkonzentrierten alten Schachteln die Fahrbahn ! Dann lief alles sehr, sehr schnell. Helmut V. meinte er wäre gezwungen gewesen, zwei an einer Ampel wartende ältere Damen die Straße überqueren zu lassen. "Die sind überhaupt nicht mehr verkehrstauglich, dachte ich noch.", so der Rentner. "Die drücken doch nur aus lauter Bosheit den Ampelknopf. Die wollen doch eigentlich gar nicht rüber. Alles nur Schikane!" Das er sich zu diesem Zeitpunkt bereits, mit seinem nun nicht mehr so represäntativ wirkenden Wagen, innerhalb einer gut besuchten Pizzeria befand, sei ihm erst bewusst geworden, als er seine Brille wieder fand. Ich muss beim Anfahren an der Kreuzung wohl ein wenig zuviel Gas gegeben haben!", erklärt sich Helmut V. sein ungewolltes Fahrtziel. Die beiden "älteren Damen" waren, von Nahem besehen, die Kellner der Pizzeria. Der Rentner sucht jetzt wieder einen VW-Bus, so hört man.

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