Rentnerreform

Schroeder fordert Rentnerreform!

Bei einer Pressekonferenz anlässlich eines Wahlkampfauftrittes in der Kurze Straße, versprach Altkater Schroeder, für den Fall einer erneuten Wahl zum Bundeskater, die seiner Meinung nach längst überfällige Rentnerreform anzugehen.

Während der neuen Amtsperiode will der Vogt' sche Vierbeiner "endlich aufräumen mit dem nichtsnutzigen Rentnerpack". Unter dem Beifall vieler junger Weinstubenbesucher verkündete er den schrittweisen "Ausstieg aus dem Rentnerschlaraffenland".

Er verwies auf die notwendige Einhaltung des Generationenvertrages und bezeichnete es als eine "Schande für Deutschland", dass sich ehemals "vorbildhafte und tüchtige Mitbürger" im Alter gehen ließen und sich wie (so wörtlich) "Rentnerschlampen" benähmen. Ähnlich wie bei den Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern solle nun auch bei den Ruheständlern ein neues Konzept dem Elend auf Deutschlands Hinterhöfen ein Ende setzen.

Schroeder strebt ein neues Bündnis für Altersarbeit an. Damit sei aber nicht der bekannte Schulterschluss von Parteien, Arbeitgebern und Gewerkschaften gemeint, sondern ganz konkret die Zwangsgemeinschaft arbeitsscheuer Rentner.

"Wenn Sozialhilfeempfänger sich arbeitend für das Gemeinwesen einsetzen sollen, warum nicht auch Rentner?", verkürzt Schroeder ebenso provokativ wie populistisch seine Forderung. Seit Jahren sei ein erschreckender Zuwachs von alkoholisierten Zeitgenossen jenseits der Arbeitsaltersgrenze festzustellen, die sich bereits vormittags auf dem Hof vor der Weinstube träfen.

Und tatsächlich kann man schon in den frühen Morgenstunden beobachten, wie ältere Damen und Herren sich zu kleinen Gruppen zusammenrotten um johlend und krakeelend bis in die späte Nacht hinein die Zeit totzuschlagen. Dabei handelt es sich weder um in Obdachlosigkeit abgeglittene Existenzen, noch um bürgerliche Konventionen verachtende Punker. Schlimmer! Ehemals ehrenwerte Bürger, der einst so verlässlichen Mittelschicht, verkämen zu verlotterten und gemeinschaftsschädigenden Taugenichtsen. Ein ebenso empörendes, wie nachdenklich stimmendes Bild.

Dieses wieder "gerade zu rücken", sei des nächsten Bundeskaters erste Pflicht!", so Schroeder. Ansonsten verkomme die Republik zu einem "weingeistigem Freizeithof".

Zurzeit spielen sich unglaubliche Szenen vor und in der Weinstube statt. Betagte Herren saufen und furzen um die Wette, während Damen jenseits der Haltbarkeitsgrenze anstößige Witze frivolster Natur zum Besten geben. Dabei werde zudem die arbeitende Bevölkerung verhöhnt und um ihre wohlverdiente Nachtruhe beraubt.

"Damit müsse jetzt Schluss sein! Mit den neuen Maßnahmen werden wir dem arbeitsscheuen Gesindel schon beikommen!", versprach Schroeder eindringlich.

Rentnerarbeit statt Alkoholismus heißt die verkürzte Ziel der mehrstufigen Rentnerreform.

Modellprojekt Hillerstrom und Paulpost

Arbeitsfähige Rentner sollen wieder arbeiten. Die Zumutbarkeitsgrenze für Rentnerarbeit werde deutlich gesenkt. "Wer mit dem Fahrrad kommen kann, um zu saufen, der kann es auch benutzen, um zu arbeiten!", so Schroeder. Im Keller der Familie Hiller, der zurzeit noch ausschließlich für ausschweifende Orgien benutzt wird, werden Fahrräder mit Turbinen gekoppelt. In solchen kleinen Radstromkraftwerken sollen die ehemals rüstigen Rentner neue Form gewinnen und ihren Beitrag zum zusätzlich umweltfreundlichen Gemeinschaftsstrom abstrampeln.

Geplant sind ebenfalls eine "Biogasanlage" mit Direktanschluss an blähsüchtige Pensionäre, eine "Renterpost" für Fahrraderprobte Rentner: Schroeder: " Wir gehen hier voll bis an die Belastungsgrenze!" Rheumakranke oder Arthritisgeschädigte sollen zumindest kleinere Hausarbeiten und Sozialdienste übernehmen. Die Palette reicht von Abfallbeseitigung bis Witwenbetreuung. Je nach Einsatz und Engagement ist neben dem Bezug einer Leistungsbezogenen Rente ("Wer viel strampelt, kriegt auch viel.") an Zusatzgratifikationen gedacht. Bei der wöchentlichen Rententütenverteilung in der Weinstube könnte da für fleißige Senioren auch schon mal ein Schnäpschen rausspringen. Unverbesserliche Faulenzer müssen mit einer Abschiebung ins Rentnerresozialisierungslager rechnen.

Kaum waren die Rentenreformpläne ausgesprochen, regte sich auch schon erheblicher Protest von Oppositionsseite. Paul V. als Sprecher der Rentnerpartei "Die Faulen/Bündnis 1890" bezeichnete die Pläne als unsozial, seniorenfeindlich und altersverachtend. Er wolle schließlich nicht "doppelt" für seine Rente arbeiten müssen. "Brauche er auch nicht, einfach genüge vollkommen", konterte Schroeder knapp verbunden mit der Frage, wann er denn in diesem Leben damit anfangen wolle.

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